Sonntag, 20. November 2011

Mama und Baby im Partnerlook - do or don't?

"Sag mal, ist es eigentlich Zufall, daß Babynella und du die gleichen Sachen anhabt?" So die Frage die mir letzte Woche mit verschmitztem Grinsen bei unserer Krabbelgruppe gestellt wurde. Tatsächlich, wir trugen beide Jeans, ein weißes Shirt und eine smaragdgrüne Strickjacke. Und natürlich ist es kein Zufall gewesen!

Für manche ist es vielleicht die schlimmstmögliche Geschmacksverirrung, wenn eine Mutter sich mit ihrem Kind im Partnerlook zeigt. Ich persönlich habe einfach Spaß an der Idee. Bislang habe ich zwar noch nicht absichtlich zusammenpassende Kleidungsstücke für uns beide gekauft, aber mein Unterbewußtsein hat dann doch dafür gesorgt, daß wir beide Strickjacken in pink, grün und leo besitzen. Außerdem hat Babynellas Oma versprochen, ihr inneres Schneiderlein mal wieder hervorzuholen, und uns im nächsten Sommer aufeinander abgestimmte Kleider zu nähen.

Ohne mögliche psychologische Hintergründe der einen oder anderen Haltung ausleuchten zu wollen, möchte ich hier ein paar Grundregeln sowie Shoppingtips geben.

Es ist nämlich nicht so, als könnte man seinem Baby einfach das gleiche überziehen wie sich selbst und alles ist modisch in Butter.

Mama als Mädchen? Don't!

Unbedingt zu vermeiden gilt es, als erwachsene Frau optisch den Eindruck zu erwecken, als würde man am liebsten selbst in der Krabbelgruppe des Kleinen mit über die Decke rutschen. Es ist schon eine Weile her, als übermäßig bunte T-Shirts für Erwachsene in Mode waren, aber zu genau dieser Zeit konnte man sie häufig sehen: Die Pippi-Langstrumpf-Mama. Gekleidet in eine grüne Latzhose, mit grellbuntem Baumwollshirt und geringelten Söckchen kam sie zwar äußerst spielplatztauglich daher, mußte sich aber sicher manches Mal fragen lassen, wie oft sie denn sitzen geblieben sei um in ihrem Alter immer noch die Grundschule zu besuchen.

Baby als Barbie? Don't!

Genauso wenig besteht die Lösung darin, ein kleines Kind dem Erwachsenenlook anzupassen. Kleine Jungs in Tarnhose? Pardon, das ist schon für große Jungs eine nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit. Auch Blazer, Krawatten (außer vielleicht zu besonders festlichen Angelegenheiten) und polierte Brogues sind zu vermeiden. Viel schlimmere Auswüchse sind häufig auf Kosten kleiner Mädchen zu beobachten. Wer seine kleine Tochter in pokurze Röckchen steckt, ihnen im Alter von 2 Jahren die Nägel lackiert und Ohrstecker verpaßt, macht eine Lolita aus ihr  - und damit im schlimmsten Fall mehr als nur ein Fashion Victim.

Das doppelte Lottchen? Do!

Es gibt viele Kleidungsstücke, die weitgehend alterslos sind. Jeder hat sie, jeder trägt sie -
eine Jeans ist eine gute Basis für einen Partnerlook. Dazu kann man einfarbige oder geringelte Shirts kombinieren, oder im Sommer leichte weiße Blusen. Mama hat rote Schuhe und Baby auch? Wunderbar! Ich persönlich bin kein Fan von dunkelblauen Stepp- oder Wachstuchjacken, aber es gibt sie in allen Größen. Auch ein Klassiker wie eine entchengelbe Regenjacke ist für Groß und Klein verfügbar.

Sehr schön für Mama und ihr Mädchen sind auch zusammenpassende Kleider. Leider sind diese äußerst schwer zu bekommen. Wer kann, greift selbst zu Schere und Schnittmuster. Wer nicht kann, guckt sich vielleicht einmal bei sommerlichen Polokleidern um.

Für die Modeindustrie scheint der Wunsch nach einem gemeinsamen modischen Auftreten keine große Rolle zu spielen, jedenfalls ist das Angebot äußerst begrenzt. Bei Zara gab es im Sommer 2011 eine Mama-Tochter Accessoire Kollektion, allerdings wird diese wohl einmalig bleiben. Sehr schade, wenn ich sehe, was für hübsche Dinge angeboten wurden!

Hier ein paar Onlineshops, die sich dem Thema widmen:

Sehr verspielt, fast schon ein bißchen überzuckert kommen die Sachen von Das Pinke Zimmer daher. Queen and Princess fertigt eher sportlich schlichte Mode für Mutter und Tochter mit dem Anspruch auf Nachhaltigkeit. Dandystar bietet die zuvor erwähnten bunten Shirts an. Geht absolut, wenn man  die Ringelsöckchen weg läßt. ;o) Mit mehr oder weniger witzigen Sprüchen und Bezeichnungen sind die Shirts von Von Herzen bedruckt. Übrigens kann eine preiswerte Lösung darin bestehen, schlichte T-Shirts mit einem hübschen Motiv bedrucken zu lassen. So kann ein Look auch einmal über mehrere Jahre getragen werden, wenn nämlich das kleine Shirt in jeder neuen, größeren Größe wieder neu aufgelegt wird.

Welchen Look auch immer man für sich und seine persönliche Lieblingsminiatur wählt, entscheidend ist wie immer der Erhalt der modischen Würde - und zwar für beide! Viel Spaß!

Kommentare:

  1. Ich denke auch, dass Mutter und Kind oder auch Papa und Kind ruhig mal im Partnerlook auflaufen dürfen. Meine Freundin Christa hat dazu auch schon mal einen Text verfasst: http://www.christa-s.de/20100918/geschmackvoll-im-partnerlook/
    Im Endeffekt sollte man das Ganze also einfach nicht übertreiben, aber ganz auf den Spaß verzichten brauchen wir eben auch nicht.

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  2. Find ich auch, Solange das Kind nicht verkleidet wird, spricht echt nix gegen ein bißchen Spaß!

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